Lektine – Die kleinen Krankmacher

05 Nov

Lektine sind in einer Standard Diät allgegenwärtig, mit denen fast jeder Mensch zu tun hat. Trotzdem sind sie der breiten Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Und trotzdem sie ein grosse Rolle in der Ernährung der meisten Menschen spielen, wird kaum über sie gesprochen.

Was sind Lektine?

Lektine sind Proteine, die vor allem in pflanzlicher aber auch in geringen Mengen in tierischer Nahrung enthalten sind. Sie binden sich an spezifische Kohlenhydratstrukturen und erfüllen somit eine Reihe wichtiger Aufgaben. Bei den Pflanzen gehört dazu unter anderem auch die Abwehr natürlicher Feinde, da einige Lektine Probleme im Verdauungstrakt verursachen. Die Tiere, die sie in grossen Mengen verzehren sterben entweder daran oder lernen daraus und verzichten in Zukunft eher auf den Verzehr dieser entsprechenden Pflanzen. Lektine sind eine Art natürliche Pestizide, die von den Pflanzen produziert und genutzt werden, um sich gegen den Verzehr zu wehren. Sie gehören zu der Familie der Anti-Nährstoffe.

Wie funktionieren Lektine?

Einige Lektine binden sich an Darmwände, besonderes des Dünndarms und beschädigen diese. So wir die Absorptionsfähigkeit für andere Nährstoffe beeinträchtigt, welche dem Körper dann fehlen. Lektine können die geschädigten Darmwände durchdringen und geraten somit in den Blutkreislauf ein und in weitere Organe, was verschiedene Autoimmunerkrankungen wie z.B. Multiple Sklerose verursacht. Dr. Loren Cordian ist einer der führenden Forscher auf diesem Gebiet. Er hat in den letzten Jahren unzählige Artikel über den Einfluss von Lektinen auf Multiple Sklerose veröffentlicht. Er ist auch der Autor von dem Buch „Das Getreide – Zweischneidiges Schwert der Menschheit“. Einfach ausgedrückt kann der Darm undicht werden, was zu dem sogenannten Leaky-Gut-Snydrom (zu deutsch Sickerdarm-Syndrom) führt. In Folge der Schädigung des Darms können weitere Nährstoffe in den Blutkreislauf gelangen, die dort eigentlich nichts zu suchen haben.

Die Lektine, die nun durch den ganzen Körper zirkulieren, binden sich an weitere Organe und der Körper fängt an sich dagegen zu wehren. Sein Immunsystem greift die Lektine an und mit ihnen auch gesundes Gewebe und Organe. Erkrankungen wie Arthritis, Morbus Crohn, Fibromyalgie, Reizmagen, Schilddrüsenprobleme und Multiple Sklerose werden von Forschern heute mit Lektinen in Verbindung gebracht. Die Bauchspeicheldrüse befindet sich auch unter den betroffenen Organen, die teilweise so stark in Mitleidenschaft gezogen werden kann, dass sie total ausfällt. Die Folge davon ist Diabetes Typ-1.

Zusätzlich – als das nicht schon genug wäre – erschweren Lektine die Verdauung von anderen Nahrungsbestandteilen, darunter Stärke.

Was können Sie dagegen tun?

Ganz vermeiden können wir die Lektine kaum. Da die höchsten Konzentrationen jedoch in Getreide (besonders Weizen) und Hülsenfrüchten (besonders Soja) enthalten sind, sollten Sie auf diese Art Nahrungsmittel gänzlich verzichten. In Nachtschattengewächsen wie Kartoffeln, Tomaten oder Paprika sind auch nennenswerte Mengen davon enthalten, jedoch nicht ganz so in hohen Mengen wie in Getreide und Hülsenfrüchten. Selbstverständlich enthalten auch die Nahrungsprodukte, die aus diesen Nahrungsmitteln (Samenöle, Bachwaren, Fertiggerichte, Müsli u.s.w.) hergestellt werden grosse Mengen Lektine. Auch die Milch von Kühen, die mit Getreide gefüttert werden, kann davon betroffen sein.

Aus all den oben genannten Gründen sollten Sie weitgehend auf Nahrungsmittel die Lektine enthalten verzichten, vor allem wenn Sie unter Verdauungsproblemen oder einer Autoimmunerkrankung leiden. Probieren Sie es einmal aus, einen Monat lang auf jegliche Getreideprodukte und Hülsenfrüchte zu verzichten und schauen sie wie sich fühlen. Sie werden auf jeden Fall keinen Schaden davontragen.

Ein Gedanke zu “Lektine – Die kleinen Krankmacher

  1. hallo meister damian
    du generierst hier ein grosses Meisterwerk! schön wenn es viele menschen gibt, die sich dieses werkes bewusst werden und anfangen nach solchen Kriterien zu leben und weg kommen von den hochgepriesenen lukrativen Speisezetteln der gutverdienenden Chemie und pharma Lobby. ich ernähre mich nun seit August nach diesem Speisezettel und fühle mich total gut. auch habe ich wieder mein Körpergewicht auf dem gleichen stand wie mit 20. und das ohne fasten zu müssen.
    danke für deine arbeit
    romo

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