Mein (Leidens) Weg

26 Aug

Die Entstehung von Evolution Fitness hat viel mit meinem eigenen Leidensweg zu tun. Das tönt jetzt fast als ob ich mein ganzes Leben lang nur gelitten habe. Natürlich ist das nicht so. Im grossen und ganzen habe ich bis jetzt ein sehr schönes Leben geführt. Aber lassen Sie mich trotzdem ein wenig von meinem Leben erzählen.

In meiner Jugend mit ungefähr 16 Jahren habe ich angefangen mit Gewichten zu trainieren. Im Durchschnitt habe ich 1.5 Stunden pro Tag und 4 bis 5 Mal pro Woche mit meinen Freunden im Fitness Studio in unserem Dorf trainiert. Entsprechend dem Energiebedarf habe ich auch sehr viel gegessen. Meine Mutter hat einmal gesagt, dass Sie fast doppelt so viel kochen müsse, wenn ich zu Hause bin, als wenn ich nicht zu Hause bin. Das bedeutet, dass ich fast so viel gegessen habe wie Meine Eltern und meine Schwester zusammen. Ich kann mich auch gut daran erinnern, dass ich am Abend von dem Training nach Hause gekommen bin und noch eine Pfanne Reis gegessen habe. Mit der Zeit habe ich meine Mutter auch dazu gebracht mit weniger Fett zu kochen (weil aus damaliger Sicht das Fett schädlich war) und mehr Kohlenhydrate zu verwenden. Vier Jahre lang ging alles soweit gut, abgesehen von ein paar kleinen Verletzungen. Mit 20 war ich auf dem Höhepunkt (zumindest körperlich) von meinem Leben.

Aber mit der Zeit habe ich gemerkt, dass ich immer weniger Energie hatte und ich nie so richtig erholt war. Die Leute im Fitnessstudio haben mir gesagt, dass ich vielleicht übertrainiert bin und meinem Körper ein wenig Erholung gönnen sollte. Das tat ich auch, aber trotzdem spürte ich, dass ich nicht mehr richtig auf Trab war und ich konnte auch immer schlechter schlafen. Ich war schon müde als ich am Morgen aufgewacht war, obwohl ich im Durchschnitt mehr als 9 Stunden geschlafen habe. Ich habe ein paar mal mit meinem damaligen Arzt darüber gesprochen und er hat mit Vitaminpräparate verschrieben und ich habe selbst auch viel Sachen versucht. Alles leider ohne Erfolg. Bald hatte ich auch keine Lust mehr zu trainieren und so ging das für viele Jahre. Einmal war ich sogar in einem Schlaflabor, weil ich vermutet habe, dass ich ein Schlafapnö habe und deswegen immer so müde bin. Doch auch im Schlaflabor hat man nichts weiteres herausgefunden und von da an war ich ein Patient mit einem Chronic Fatigue Syndrom (Chronisches Erschöpfungssyndrom). Neben der andauernden Müdigkeit und Schlafstörungen war ich auch sehr oft krank. Von November bis März hatte ich eine chronische Erkältung und im Durchschnitt ein bis zwei Mal pro Jahr eine Grippe.

Ich habe schon fast damit angefangen mich damit abzufinden, bis ich eines Tages in der Sonntags Zeitung einen Artikel über Athur DeVany gelesen habe. Arthur (den ich übrigens später auch einmal getroffen habe) ist ein pensionierter Wirtschaftsprofessor von der UCLA (Universty of California, Los Angeles) der sich bedingt durch die Diabetes Erkrankungen von seinem Sohn und seiner Frau angefangen hat mit dem menschlichen Metabolismus und der Ernährung zu befassen. Durch probieren, experimentieren und statistisches Auswerten (Statistik war sein Forschungsgebiet) hat er herausgefunden, dass kohlenhydratreiche Ernährung bei seiner Frau und seinem Sohn den Blutzuckerspiegel unverhältnismässig in die Höhe gejagt hat und sie dadurch mehr Insulin injizieren mussten. Eines Tages hat er mit Paläontologen von der gleichen Universität darüber gesprochen, die die Ernährungsweise unserer Vorfahren erforscht haben. Zu deren Überraschung hat die Ernährungsweise der Familie DeVany mit der unserer Vorfahren übereingestimmt. Das war die Geburt von der Paleo Diät.

Im Artikel wurde unter anderem auch erwähnt, dass diese Form der Ernährung auch einen positiven Einfluss auf chronische Müdigkeit haben kann. Als ich wieder zu Hause war ging ich auf die Website von Arthur DeVany und habe alles gelesen, was ich dazu finden konnte. Alles was ich da gelesen habe hat für mich sofort Sinn gemacht und ich habe mich geärgert, dass ich nicht selbst drauf gekommen. Das war für mich fast wie eine Erleuchtung. So muss sich Buddha gefühlt haben, als er erleuchtet wurde. Am nächsten Morgen ging ich als erstes in die Küche und habe die ganzen Küchenschränke von den Giften (Teigwaren, Zucker, Müsli, usw.) befreit und bin einkaufen gegangen. Von diesem Tag an habe ich angefangen mich nach den Ideen von Arthur DeVany (The new Evolution Diet wie er es nennt) zu ernähren. Ich habe nur noch frisches Gemüse, Fleisch, Früchte, Nüsse und Eier gegessen und habe nur noch Wasser getrunken. Keine Ofenpizza, Schwarzwäldertorte. Brot und Joghurtdrink mehr, was früher meine Hauptnahrungsmittel waren. Entgegnen meinen Befürchtungen, war das überhaupt nicht schwierig. Jedes mal wenn ich Lust auf etwas Süsses oder Brot hatte, habe ich mir vorgestellt was für einen Schaden das Zeug in mir angerichtet hat und dann war die Lust schlagartig vorbei. Schon nach ungefähr drei Wochen habe ich gemerkt, dass ich wieder viel mehr Energie hatte und dass ich viel besser schlafen konnte. Nach fast 20 Jahren bin ich zum ersten mal am Morgen erholt aufgewacht. Ich habe gemerkt, dass sich meine Körperzusammensetzung angefangen hat zu ändern und mein Gesicht war nicht mehr so aufgetrieben wie es früher immer war. Ich hatte nie wirklich ein Gewichtsproblem aber trotzdem habe ich gemerkt, dass ich massiv Körperfett verloren habe.

Als Pilot muss ich jedes Jahr einmal zur Fliegerärztlichen Untersuchung. Bei dieser Gelegenheit habe ich auch meinen Insulinspiegel, das Cholesterin und die Triglyceride messen lassen. Mein Insulinspiegel war unterhalb des normalen Bereichs und das HDL war höher als das LDL was mir bestätigt hat, dass ich auf dem richtigen Weg war. Motiviert von diesem Erfolg, ging ich nach Hause und habe ein ganze Schwarzwäldertorte gegessen. Natürlich nicht! Das schöne an der Ernährungsweise ist, dass man die Lust auf solche Sachen verliert. Da mein Körper vom Zuckerverbrenner zum Fettverbrenner geworden ist habe ich gar keine Lust mehr auf zuckerhaltiges Zeug. Unser Hirn weiss zu jedem Zeitpunkt ganz genau was unser Körper braucht und triggert den Körper Hormone aus zu schütten, die uns Lust auf das machen wo wir brauchen. Zum Beispiel auf Süsses, wenn der Körper eine Zuckerverbrenner ist.

Die chronischen Erkältungen und Grippen gehören bei mir auch der Vergangenheit an. Seit dem ich mit Evolution Fitness begonnen habe (vor fast vier Jahren) hatte ich nie mehr eine Erkältung und war auch nie mehr krank. Schon als Kind war ich immer interessiert warum Dinge so sind wie sie sind oder wie bestimmte Dinge funktionieren. Dieser Drang hat mich nie losgelassen. Aus diesem Grund habe ich angefangen alles zu lesen was ich zu dem Thema menschliche Evolution finden konnte. Ich habe zahlreiche Bücher gelesen und viele Blogs und Webseiten durchstöbert. Zu meiner Überraschung musste ich feststellen, dass das ganze Wissen zu diesen Themen fast ausschliesslich in Amerika ist.

Für mich ist klar, dass ich mich den Rest meines Lebens an Evolution Fitness halten werde und hoffentlich ein langes gesundes und erfülltes Leben frühen kann. Das selbe wünsche ich mir auch für Sie und hoffe, dass auch Sie und Ihre Familie und Freund durch eine Lebensweise, für die wir bestimmt, sind ihren Leidensweg beenden.

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